„Wer zum Schwert greift...“..der muss damit rechnen, dass Blut fließt. Wenn wir uns in diesen Tagen an König Gustav Adolf II von Schweden erinnern, wird uns die blutige Geschichte unserer Konfessionen in Europa ins Gedächtnis gerufen. Reformen in der katholischen Kirche waren nötig geworden, die letztendlich aus verschiedensten Gründen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führten. Seine protestantische Überzeugung ließ Gustav Adolf schließlich in den Dreißigjährigen Krieg eingreifen. Auch unsere Stadt litt unter den Kämpfen. Von der protestantischen Bevölkerung als Retter und Befreier empfangen, hat er bis heute seine Bedeutung (z.B.Gustav-Adolf-Werk).

 

Gustav Adolf kann für uns aber auch ein Mahnmahl sein im Umgang miteinander, im Dialog zwischen den Konfessionen und Religionen. „Schwerter zu Pflugscharen“ wäre eine Alternative im Umgang miteinander – auch im religiösen und oekumenischen Miteinander. Wir können die Gegenwart positiv gestalten, indem wir uns der Vergangenheit stellen. Das Projekt „Wer zum Schwert greift“ wird uns auf unserem gemeinsamen Weg behilflich sein.


Dekan Markus Kölzer 

KATHOLISCHES DEKANAT MAINZ-STADT 

Grußworte von Oberbürgermeister Beutel und Kulturdezernent Dr. h.c. Krawietz, Pfarrer Hendrik Maskus, Präses Dr. Birgit Pfeiffer und Dekan Jens Böhm, Dekan Markus Kälzer, schwedische Botschafterin Ruth Jacoby, Bürgermeister Ginsheim-Gustavsburg Richard von Neumann, K. Landau, Pfr. und stellv. Vorsitzender des GAW-EKHN